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Die 10 häufigsten Mängel bei Brandschutzbegehungen in Unternehmen

Brandschutzbegehungen dienen nicht dazu, Unternehmen das Leben schwer zu machen. Ihr Ziel ist es vielmehr, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen, bevor es zu einem Ernstfall kommt. Dabei zeigt sich immer wieder: Viele Mängel sind keine großen baulichen Probleme, sondern entstehen im Arbeitsalltag – oft unbemerkt und mit wenigen Handgriffen vermeidbar.

In diesem Beitrag stellen wir die zehn häufigsten Mängel vor, die bei Brandschutzbegehungen immer wieder auffallen, und geben praktische Tipps, wie Sie diese vermeiden können.

Warum sind regelmäßige Brandschutzbegehungen wichtig?

Brandschutz ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Arbeitsabläufe ändern sich, neue Maschinen kommen hinzu oder Lagerflächen werden umgestaltet. Dadurch können sich auch neue Brandrisiken entwickeln.

Regelmäßige Begehungen helfen dabei,

  • Gefahren frühzeitig zu erkennen,
  • gesetzliche Anforderungen einzuhalten,
  • Mitarbeitende besser zu schützen und
  • kostspielige Nachbesserungen zu vermeiden.

Die 10 häufigsten Brandschutzmängel

1. Zugestellte Flucht- und Rettungswege

Fluchtwege müssen jederzeit frei nutzbar sein. Trotzdem stehen dort häufig Kartons, Paletten, Möbel oder abgestellte Geräte.

Im Ernstfall können bereits wenige Hindernisse wertvolle Sekunden kosten und eine schnelle Evakuierung erschweren.

2. Fehlende oder schlecht sichtbare Beschilderung

Notausgänge, Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Einrichtungen müssen eindeutig gekennzeichnet sein.

Verblasste, verdeckte oder fehlende Schilder führen dazu, dass wichtige Einrichtungen im Notfall nicht sofort gefunden werden.

3. Abgelaufene Feuerlöscher

Ein Feuerlöscher nutzt nur dann etwas, wenn er auch funktioniert.

Abgelaufene Wartungsfristen oder fehlende Prüfplaketten gehören zu den häufigsten Beanstandungen bei Brandschutzbegehungen.

4. Brandschutztüren werden offen gehalten

Brandschutztüren sollen die Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindern.

Dennoch werden sie im Alltag häufig mit Keilen, Kartons oder anderen Gegenständen offen gehalten. Dadurch verlieren sie ihre Schutzfunktion vollständig.

5. Fehlende oder veraltete Unterweisungen

Mitarbeitende sollten wissen, wie sie sich im Brandfall verhalten und wo sich Feuerlöscher oder Fluchtwege befinden.

Werden Unterweisungen nicht regelmäßig durchgeführt oder dokumentiert, entsteht schnell eine Sicherheitslücke.

6. Mängel bei der Lagerung von Gefahrstoffen

Brennbare Flüssigkeiten oder andere Gefahrstoffe müssen entsprechend den geltenden Vorschriften gelagert werden.

Eine unsachgemäße Lagerung erhöht das Brandrisiko erheblich und kann im Ernstfall schwerwiegende Folgen haben.

7. Feuerlöscher sind schlecht erreichbar

Nicht nur die Wartung ist entscheidend – auch die Erreichbarkeit spielt eine wichtige Rolle.

Stehen Kartons oder Regale vor den Feuerlöschern, geht im Notfall wertvolle Zeit verloren.

8. Elektrische Anlagen werden vernachlässigt

Defekte Mehrfachsteckdosen, beschädigte Kabel oder überlastete Stromkreise zählen zu den häufigsten Brandursachen.

Regelmäßige Prüfungen elektrischer Betriebsmittel tragen wesentlich zum vorbeugenden Brandschutz bei.

9. Flucht- und Rettungspläne sind nicht aktuell

Werden Räume umgebaut oder Arbeitsplätze verändert, müssen auch Flucht- und Rettungspläne angepasst werden.

Veraltete Pläne können im Notfall zu Verwirrung führen und die Evakuierung erschweren.

10. Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig geregelt

Im Ernstfall sollte klar sein, wer welche Aufgaben übernimmt.

Fehlen benannte Ansprechpartner oder ausreichend ausgebildete Brandschutzhelfer, entstehen Unsicherheiten, die wertvolle Zeit kosten können.

Wie lassen sich diese Mängel vermeiden?

Vorbeugender Brandschutz beginnt im Alltag

Viele der genannten Mängel lassen sich bereits durch regelmäßige Kontrollen und klare Abläufe vermeiden.

Dazu gehören unter anderem:

  • regelmäßige Brandschutzbegehungen
  • Wartung aller Brandschutzeinrichtungen
  • Schulung und Unterweisung der Mitarbeitenden
  • Kontrolle von Fluchtwegen
  • Überprüfung der Beschilderung
  • Aktualisierung von Flucht- und Rettungsplänen

Oft reichen schon kleine Maßnahmen aus, um die Sicherheit im Betrieb deutlich zu verbessern.

Praktische Checkliste für Ihren Betrieb

Nutzen Sie diese kurze Übersicht für eine erste Selbstkontrolle:

  • Sind alle Fluchtwege frei zugänglich?
  • Sind Feuerlöscher aktuell geprüft?
  • Funktionieren alle Brandschutztüren ordnungsgemäß?
  • Sind Rettungswege und Feuerlöscher gut ausgeschildert?
  • Wurden Mitarbeitende regelmäßig unterwiesen?
  • Werden Gefahrstoffe korrekt gelagert?
  • Sind elektrische Anlagen in einem sicheren Zustand?
  • Sind Flucht- und Rettungspläne aktuell?
  • Gibt es ausreichend Brandschutzhelfer?
  • Sind Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt?

Falls Sie mehrere Punkte mit „Nein“ beantworten, empfiehlt sich eine professionelle Brandschutzbegehung.

Fazit

Viele Brandschutzmängel entstehen schleichend im Arbeitsalltag und bleiben lange unbemerkt. Gerade deshalb lohnt es sich, den eigenen Betrieb regelmäßig zu überprüfen und mögliche Schwachstellen frühzeitig zu beseitigen.

Eine fachkundige Brandschutzbegehung schafft Klarheit, hilft bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und sorgt dafür, dass Ihr Unternehmen im Ernstfall bestmöglich vorbereitet ist.

Benötigen Sie Unterstützung beim betrieblichen Brandschutz?
Ob Brandschutzbegehungen, Feuerlöscher-Wartung, die Ausbildung von Brandschutzhelfern oder die Betreuung als externer Brandschutzbeauftragter – wir unterstützen Unternehmen mit praxisnahen Lösungen und langjähriger Erfahrung. Gerne beraten wir Sie persönlich und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihren Betrieb.
Eine Mitarbeiterin prüft ob der Feuerlöscher im Unternehmen zugänglich und fuktionsfähig ist

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